Fragen und Antworten zu G8 und zur Ganztagsschule

Mit Einführung des Bildungsmodells G8 hat auch das Otto-Schott-Gymnasium den Ganztagsschulbetrieb aufgenommen. Die Vorurteile, die durch emotionale und politische Diskussionen im gesellschaftlichen Diskurs entstanden sind, stehen Vorteilen des Modells gegenüber. Doch vergleichen Sie selbst!

Mit den hier beantworteten Fragen möchten wir Ihnen aus Sicht des Schulelternbeirates Hilfestellungen auf den Weg  geben, die es Ihnen ermöglichen sollen, für Ihr Kind zu entscheiden, ob ein Ganztagsbetrieb die richtige Schulform ist. Die Antworten spiegeln die Erfahrungen mit dem G8-Modell am Otto-Schott-Gymnasium wieder, dessen Lehrer und Schulleitung mit hoher Aufmerksamkeit die hier entstandenen Herausforderungen verfolgen und steuern.

Gibt es nur G8 an dieser Schule?

Ja, das Otto Schott-Gymnasium ist seit dem Schuljahr 2008/2009 eine reine G8-Ganztagsschule.

Wie lange sind die Kinder in der Schule?

Die Schule beginnt um 7:55 Uhr und endet um 16:05 Uhr. Freitags endet die Schule bereits um 12:55 Uhr.
Eine genaue Terminierung der einzelnen Stunden und Pausen finden Sie hier.

Haben die Kinder den ganzen Tag Unterricht?

Nein, die Kinder haben täglich außer freitags eine Mittagspause (genannt KESS), in der sie gemeinsam in der Mensa essen. Außerdem gibt es ein breites Angebot an Arbeitsgemeinschaften (AGs), aus denen die Schülerinnen und Schüler je nach Jahrgang und Schwerpunkt 2 bis 4 pro Woche wählen können. Darüber hinaus gibt es von Montag bis Donnerstag eine Lernzeit, in der die Kinder unter Aufsicht eigenständig Arbeitsaufträge erledigen.

In den Klassen 5 und 6 haben die Kinder überwiegend am Vormittag Unterricht. Danach folgt entweder um 12.10 Uhr oder um 12.55 eine einstündige Mittagspause (KESS), in der sie gemeinsam in der Mensa essen und dann spielen oder einfach entspannen.Am Nachmittag finden ein- bis zweistündige Arbeitsgemeinschaften statt. Hier können die Schüler aus einem breiten Angebot je nach den jeweiligen Vorlieben wählen. Je nach Klassenstufe und Schwerpunkt finden diese AGs an zwei bis vier Nachmittagen pro Woche statt. Darüber hinaus gibt es von Montag bis Donnerstag täglich eine 45-minütige Lernzeit, in der die Schüler unter Aufsicht eigenständig Arbeitsaufträge erledigen.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem G8 und einem G9-Gymnasium?

Auf einem G8-Gymnasium ist die Schulzeit effektiv nur um eine halbes Jahr kürzer als auf einem G9-Gymnasium.

In der Orientierungsstufe (Klasse 5 und 6) unterscheiden sich die Lehrpläne der beiden Schulformen noch nicht. Ab der Mittelstufe (bei G8: Klassen 7, 8, 9) ist der Lehrplan an die kürzere Schulzeit angepasst. Die Oberstufe umfasst die Klassen 10 bis 12.

Wie sieht es mit Hausaufgaben aus?

Grundsätzlich werden die Arbeitsaufträge der einzelnen Fächer in den täglichen Lernzeiten erledigt. Die Schule legt großen Wert darauf, dass das klappt. Die Lernzeitaufgaben sind so angelegt, dass die Kinder sie in der Lernzeit schaffen sollten. Das ist natürlich von Kind zu Kind unterschiedlich und klappt mal besser und mal weniger gut. Besonders in der Orientierungsstufe werden die Kinder hier auch angeleitet und begleitet, damit sie lernen, sich selbst zu organisieren.

Was ist eine Lernzeit?

Die Lernzeit ist eine Schulstunde, in der die Kinder eigenständig ihre Lernzeitaufgaben der einzelnen Fächer (früher: Hausaufgaben) erledigen. Dafür wird die Klasse geteilt und und in getrennten Räumen jeweils von einer Lehrkraft betreut.

Die zu erledigenden Aufgaben werden von den Kindern in einem sogenannten Lernbegleiter notiert und werden von der betreuenden Lehrkraft in der Lernzeit abgezeichnet.

Was ist der Lernbegleiter?

Der Lernbegleiter ersetzt das uns bekannte Hausaufgabenheft. Er ist ein wichtiges Hilfsmittel, damit die Schülerinnen und Schüler lernen, sich selber zu organisieren, indem sie alle wichtigen organisatorischen Dinge, wie den Stundenplan und Klassenarbeiten, neben den für die einzelnen Fächer zu erledigenden Aufgaben, hierin eintragen.

Darüber hinaus können Nachrichten zwischen Schule und Eltern über den Lernbegleiter ausgetauscht werden. Er ist wöchentlich durch die Eltern abzuzeichnen.

Muss mein Kind zu Hause noch etwas für die Schule tun?

Vokabeln, Lektüre und Lernen für Klassenarbeiten und Tests sind Aufgaben, die viele Kinder noch zu Hause erledigen müssen. Der zeitliche Aufwand richtet sich hier auch nach dem jeweiligen Kind.

Sind zeitintensive Hobbys (Sport, Musik etc.) und Ganztagsschule vereinbar?

Hierfür gibt es keine allgemeinverbindliche Aussage. Gerade zu Beginn der 5. Klasse ist der lange Schultag für viele Kinder sehr anstrengend. Überall gibt es Neues zu entdecken und zu beachten; Und es ist den ganzen Tag unter anderen Kindern! Es kann also gut sein, dass ihr Kind nach der Schule froh ist, erst einmal Ruhe zu haben und alleine zu sein. Unsere Empfehlung: Geben sie ihm diese Zeit und warten sie ab, bis die Eingewöhnungsphase vorbei ist und überlegen sie dann gemeinsam, was nach der Schule noch klappt.